Ich fotografiere seit vielen Jahren – allerdings nicht beruflich, sondern in einer Rolle, die gemeinhin als die eines engagierten oder ambitionierten Amateurs bezeichnet wird.
In diesem Kontext sind bisher (12/2024) zwei Bildbände entstanden. Die darin enthaltenen Fotografien wurden von mir in den letzten zwei Jahrzehnten vorwiegend im Rahmen von Reisen, die mit Aufenthalten in europäischen und nordamerikanischen Städten sowie deren Umgebung verbunden waren, aufgenommen.
Meine fotografische Vorgehensweise kann in erster Linie dem Genre der Straßenfotografie zugeordnet werden. In ihrer klassischen Ausprägung ist diese darauf gerichtet, Menschen und Situationen im sozialen Alltag und im öffentlichen Raum zufällig und spontan abzubilden. Diese Vorgehensweise bietet aus fotografischer Sicht Vorteile, ist allerdings unter sozialen und rechtlichen Gesichtspunkten nicht unproblematisch. Um diese Probleme zu vermindern, habe ich selbst versucht, bei den Abbildungen von (mir persönlich nicht bekannten) Menschen deren Würde und Rechte im Kontext des jeweiligen sozialen Alltags zu respektieren.
Darüber hinaus ging es mir darum, Gesichtspunkte der Gleichheit und Ungleichheit wie auch der Verschiedenheit und Vielfalt von Menschen und zudem individuelle wie auch gesellschaftliche Aspekte zu berücksichtigen.
Menschen im Gespräch – Fotografien und Überlegungen zu einem Alltagsphänomen
Zum Buch
Im Zentrum dieses Bildbandes steht ein alltägliches, aber bedeutsames Phänomen: Menschen im Gespräch. Die Fotografien fangen Begegnungen und Kommunikation im öffentlichen Raum ein – spontanes Miteinander auf Straßen, Plätzen und in Parks, beobachtet mit wachem, aber respektvollem Blick. Der Autor, Politikwissenschaftler, seit Jahrzehnten selbst leidenschaftlicher Amateurfotograf, vereint Reflexion und Erfahrung:
Was zeigen Fotografien sozialer Wirklichkeit wirklich? Wie können Bilder Gespräch, Sprache und Austausch zwischen Menschen sichtbar machen? Was verraten sie über soziale Kontexte und die Vielfalt menschlicher Lebenslagen – und wo bleiben Grenzen der Darstellung und die Rechte der Abgebildeten?

Axel Schulte:
Menschen sitzen. Straßenfotografien in europäischen
und nordamerikanischen Städten.
Zug: Paramon 2020, 205 S.
ISBN: 978-3-03830-570-5
In diesem Band wird die Thematik „Sitzen“ als eine menschliche Grundhaltung betrachtet, die auf den ersten Blick nicht besonders spannend erscheint, bei genauerem Hinsehen aber verschiedene interessante Aspekte enthält, was mit den Fotos beispielhaft aufgezeigt werden soll.

Axel Schulte:
Von Menschen und Wasser. Fotografien und Gedanken.
Zug: Paramon 2021, 140 S.
ISBN: 978-3-03830-729-7
Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen die vielfältigen Beziehungen, die zwischen Menschen und Wasser in alltäglichen Situationen existieren. Wasser kann zwar auch mit Gefahren und Problemen für Menschen einhergehen, gleichwohl ist es unabdingbar für Entstehung, Bestand und Entwicklung menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens. In dem Bildband stehen die Chancen, also die
positiven Aspekte, die Wasser für Menschen hat oder haben kann, im Vordergrund.
